Der Master-Cleanse; oder: Eine Art, wie man seinen Körper auf Rohkost vorbereiten kann.

Wer auf Rohkost umsteigen will, stellt schnell fest, dass das gar nicht so einfach ist. Kaum hat man ein paar Früchte und Gemüse roh verzehrt, so geht es auch schon los: man hat Flatulenzen wie ein Weltmeister, einen Heißhunger auf Ungesundes und man fühlt sich schlapp, vielleicht friert man sogar…

Wie kommt das? Dazu muss man wissen, wie unser Körper Gekochtes verarbeitet. Alles, was über 42°C erhitzt wurde, ist chemisch verändert. Die Molekularstruktur des Essens ist zerstört. Normalerweise kann unser Körper solche Nahrung nicht verarbeiten, geschweige denn verwerten. Dass er das doch tut und die Menschheit nicht vom Aussterben bedroht ist, liegt daran, dass sich die Darmkultur an die modernen Essgewohnheiten angepasst hat. So sind im Darmbereich eine Menge Bakterien, die die Nahrung in einer Art Gärvorgang aufspalten. Man kann also behaupten, dass Kochköstler generell auch Alkohol „konsumieren“. Und nun kommen lauter gesunde ungekochte Lebensmittel in so ein Darmmilieu… Wie da das Obst und Gemüse verarbeitet wird, davon kann man sich vielleicht ungefähr eine Vorstellung machen, wenn man den alten Disneytierfilm „Die lustige Welt der Tiere“ gesehen hat. Ja, genau, die Stelle, wo sich die Elefanten und Affen besoffen essen an den gegärten Früchten des Marulabaums.

Na gut, man wird jetzt nicht gleich wirklich besoffen, aber es wird nunmal eben ziemlich zugig und so manches Lüftchen verlässt den Hinterausgang. Und da auch diese Gärbakterien den Darm so belegen, dass die eigentlich gesunde Nahrung doch nicht wirklich zufriedenstellend verwertet werden kann, da ist es dann kein Wunder, dass der Körper sich wieder mit Hunger meldet. Und wer es gewöhnt ist, viele kurzkettige Kohlenhydrate zu essen, der wird natürlich mit der vorhandenen Darmflora nicht glücklich mit den längerkettigen Elementen der vermeintlich gesunden Kost.

Was ist der Ausweg aus der Misére? Ein Weg von vielen, den ich für mich entdeckt habe, ist der Meisterreiniger, im Original „Master-Cleanse“ genannt. Es ist eine mindestens 10 Tage dauernde Fastenkur, in der man sich jeden Tag eine Art Zitronenlimonade macht. Früher habe ich diese Kur immer mit Zuckerrohrmelasse gemacht, doch zur Zeit mache ich sie gerade das erste Mal mit Kokos-Nektar. Auf diesen Tipp bin ich gekommen durch eine amerikanische Rohköstlerin, die davon in ihrem Videoblog schrieb.

Hier das ganze Rezept:

Pro Tag auf 3 Liter Wasser eine halbe Flasche Kokosnektar, den Saft dreier großen Zitronen und eine gute Messerspitze Cayenne-Pfeffer.

Den ersten Fastentag (Tag 0) beginne ich zur Vorbereitung nur mit Fastensalz, welches ich die weiteren 10 Tage immer morgens zu mir nehme, natürlich in Wasser gelöst. Abends gibt es ab Tag 1 immer einen Fastentee oder wieder Fastensalzlösung, bevor ich schlafen gehe.

Diese Fastenkur ist hervorragend auch, um abzunehmen. Ich kann bei mir sagen, dass es nicht unüblich war, 10 Kilo in 10 Tagen abgenommen zu haben. Es muss allerdings nicht heißen, dass man so schnell abnimmt, wenn man eh schon wenig auf der Waage hat, also keine Bange.

Der Master-Cleanse, Verkaufsstand im Biomarkt in den USA

In Amerika verkaufen sie den Master Cleanse sogar im Markt! Allerdings hier mit Ahornsirup…

Dank der hochwertigen Zutaten hat man alle Vitamine und Mineralstoffe, die man während der Fastenkur braucht. Wenn man Hunger verspürt, trinkt man einfach mehr von der Limonade, bis man wieder satt ist. Ein Nebeneffekt innerhalb der Kur ist, dass man das Gefühl einer belegten Zunge hat. Das ist ein gutes Zeichen, denn es besagt, dass der Körper entgiftet. So kann man die Kur also mindestens 10 Tage machen oder so lange, bis die Zunge nicht mehr belegt ist. Maximal jedoch bitte nur 40 Tage.

Bevor man dann wieder auf normale, am Besten Rohkostnahrung umstellt, kommt noch ein Nachbereitungstag. An jenem trinkt man den ganzen Tag nur selbstgemachten Orangensaft. Ich persönlich mache den Orangensaft dann gerne mit einem Esslöffel Leinöl, das schmeckt nicht nur besonders gut sondern ist gleichzeitig auch ein toller Powerdrink, weil das Öl die Energie der Orangen zeitverzögert an den Körper weitergibt.

An meine Leser kann ich allerdings nur den Rat geben, wie bei jeder Fastenkur solltet ihr immer auf euren Körper hören und im Zweifelsfall auch euren Arzt oder Heilpraktiker um Rat fragen, ob ihr überhaupt so eine Kur vertragt. Wenn es während der Kur irgendwelche Unstimmigkeiten geben sollte, macht einen sanften Abbruch mit Orangensaft und probiert zu einem anderen Zeitpunkt nochmal, ob es wieder geht.

Lest euch auch mal die Originalanleitung durch, die ihr kostenfrei im Internet findet. Allerdings würde ich persönlich euch nicht empfehlen, Ahornsirup Klasse C zu verwenden, wie es dort steht. Denn jener Sirup hat lang nicht so viele Nährstoffe wie die Zuckerrohrmelasse oder der Kokosnektar.

Alles Liebe,

Josephine Schwarzer

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